DBL Imagefilm: In Cannes prämiert, bei YouTube zensiert

Da sind sich Mensch und Algorithmus offenbar völlig uneins: Während die internationale Jury des Cannes Corporate Media & TV Awards den neuen DBL Imagefilm mit der höchsten Auszeichnung prämiert, fällt das Video bei YouTube durch. Wie passt das zusammen?

Nichts zu verstecken – DBL hinter den Kulissen from DBL Verbund on Vimeo.

Der Cannes Corporate Media & TV Award ist eine renommierte, internationale Auszeichnung für Firmen-Imagefilme. Die Finalisten sind stets Global Player – so auch in diesem Jahr. Die Boston Consulting Group gehört dazu, ebenso die Continental AG, die in der B2B-Kategorie mit Silber prämiert wurde. Ganz oben auf dem Treppchen: “Nichts zu verstecken”, der neue Imagefilm der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH. 

„Von der ersten Idee bis zur Umsetzung durch das engagierte Team von Al Dente Entertainment war das ganze Projekt einfach mutig und genial”, freut sich Dirk Hischemöller, Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb der DBL. „Gold in der Kategorie Marketing Communication B2B ist eine fantastische Auszeichnung für diese kreative Leistung.” 

Über 50.000 Videoaufrufe in zwei Wochen 

Auch die Rückmeldungen der Nutzer, die den Film von Mitte September bis Anfang Oktober bei YouTube sehen konnten, sind zunächst durchweg positiv. Umso erstaunlicher: Eines Morgens ist der Film im DBL YouTube Channel gesperrt. Die Erklärung von YouTube lässt nicht lange auf sich warten: „Dieses Video wurde entfernt, weil es gegen die YouTube-Richtlinien zu Nacktheit und sexuellen Inhalten verstößt.“ 

Fakt ist, dass im Film ein Schauspieler, der einen Servicefahrer namens Markus verkörpert, die meiste Zeit scheinbar unbekleidet durch ein DBL Werk läuft. „Hier ist jedoch zu betonen, dass der Schrittbereich des Schauspielers natürlich, wie es auch an Sets von Spielfilmen üblich ist, bedeckt war,“ erläutert der DBL Geschäftsführer. Die Nacktheit werde lediglich suggeriert und zu keinem Zeitpunkt entstünden im Film explizite sexuelle Kontexte, die als anstößig zu deklarieren seien. „Wir vom DBL Verbund haben mit diesem Film nicht auf Aufmerksamkeit um jeden Preis gesetzt.“ 

Humorlose Algorithmen 

Vielmehr gehe es um augenzwinkernde Unterhaltung und Informationsvermittlung mit einer Prise Humor. „Aber da unser Video offenkundig nur von Algorithmen geprüft wurde, konnten wir mit Humor natürlich nicht punkten. Den versteht leider keine künstliche Intelligenz“, bedauert Hischemöller und verweist gleichzeitig auf den ernsten Unterton, den das Video habe: Die DBL sei sich ihrer großen Verantwortung für ihre Kunden und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst. Schließlich, so Dirk Hischemöller, setzten diese ihr volles Vertrauen in die Dienstleistungen des Verbundes. 

„Unser Job geht den Menschen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Haut. Wir sind dafür verantwortlich, dass die Kleidung absolut einwandfrei und ggf. nach RKI-Richtlinien gewaschen sowie regelmäßig extern überprüft wird – im Idealfall wird die Arbeitskleidung so zur zweiten Haut für die Trägerinnen und Träger,“ erklärt DBL Geschäftsführer Hischemöller. 

Cannes man es auch anders sehen als YouTube? 

Wie geht es nun weiter? YouTube hat den Einspruch der DBL gegen die Sperrung abgelehnt. „Derzeit stehen wir mit YouTube in Kontakt und kämpfen darum, dass unser Film wieder freigegeben wird“, beschreibt der Geschäftsführer die aktuelle Lage. Sein Wunsch: Die Begutachtung des Videos durch einen Menschen, da die menschliche Urteilskraft differenzierter sei als die eines Algorithmus. „Denn ein solcher versteht offenbar im wahrsten Sinne des Wortes keinen Spaß.“ Die Freigabe des Videos durch andere Social Media Plattformen sowie für Online Marketing Kampagnen sei übrigens reibungslos erfolgt. 

Das Wichtigste aber: Eine internationale renommierte Fachjury hat den Film nicht nur für gut, sondern für auszeichnungswürdig befunden. Und er ist weiterhin sichtbar. Nicht mehr auf YouTube, sondern auf der Plattform Vimeo, zu erreichen über dbl.de/film.

Quelle: https://www.dbl.de/

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